13. Oktober 2014

Gelungenes Saisonfinale am Adelsbergturm

Mit Rang Zwei hinter einem sehr starken Tom Ettlich und vor Jan Bretschneider beim Adelsberger Bike-Marathon über 40 Km verabschiede ich mich vorerst, mit einer für mich sehr zufriedenstellenden zweiten Saisonhälfte, in die eher ungemütliche Jahreszeit.  Da aber das Crossrad bereits auf seinen Einsatz wartet, wird es sicher nicht lange dauern bis ich in den nächsten Wochen mal wieder in`s Renngeschehen eingreife...
Licht- & Schattenspiele im Adelsberger Forst, Foto: sportograf.com

29. September 2014

Erfolgreiches Schotterwegspektakel am Auersberg

Der Drei-Talsperren-Marathon zählt schon seit einigen Jahren zu den größten Rad- und Laufsportveranstaltungen im Erzgebirgskreis und steht, nicht nur weil ich u. A. hier um die Jahrtausendwende meine ersten Rennkilometer abspulte, alljährlich auch auf meiner Agenda. Trotz der von echten Mountainbikern so verhassten Schotterautobahnen, macht gerade diese Streckencharakteristik den besonderen Reiz des Wettkampfes aus und so folgten auch in 2014 am 20.09. bei herrlichem Spätsommerwetter erneut hunderte Radsportler dem Aufruf des Veranstalters.

Wie schon im letzten Jahr ging ich wieder auf der "Mittelsrecke" über 50 Km an den Start. Diesmal mit Transponder in der Startnummer (und damit zum Glück ohne Verspätung für mich wie noch 2013) rollte das über 400 Mann starke Fahrerfeld nach dem Startschuss zunächst wie gewohnt durch die Eibenstocker Innenstadt. Am ersten Berg ergriff zunächst Rico Leistner vom Team Vogtland-Biehler die Initiative und verkleinte mit einem guten Führungstempo die erste Gruppe auf ca. 10 Fahrer. Da sich die Gruppe um die späteren potentiellen Sieganwärter beim DTM jedoch in der Regel immer am ersten langen Anstieg bildet und mir zu dem Zeitpunkt noch zu viele Jungs vorn beisammen waren, erhöhte ich kurz darauf das Tempo noch etwas. Wenig später tat sich hinter Rico, Jan Bretschneider, Jens Küllig und mir ein Loch auf und wir bildeten fortan das Spitzenquartett. Jan schien wie schon eine Woche zuvor in Geyer der ärgste Widersacher um den Gesamtsieg zu werden, soweit ich dass bis dahin auf den ersten Kilometern in Richtung Auersberg beurteilen konnte. Wir wechselten uns vorbildlich in der Tempoarbeit ab, wenn auch hier Rico schon ab und zu etwas zu knappern hatte. Die ausgeschriebene Bergprämie für den ersten Radfahrer auf dem Gipfel des Auersberges hatte ich fest in`s Visier gefasst und lies mich davon auch nicht abbringen, sodass ich mir den schmackhaften Präsentkorb nach einem kurzen Schlagabtausch mit Jan dann doch recht klar sichern konnte. Rico verloren wir hier zum ersten Mal, zogen in der folgenden langen Abfahrt aber nich voll durch. Also konnte er wenige Kilometer später wieder den Anschluss zu uns herstellen und gemeinsam übequerten wir die Sosaer Talsperrenmauer. Nach einer weiteren schnellen Abfahrt wartete der kurze Anstieg am Blauenthaler Wasserfall auf uns. Hier konnte ich ohne Probleme nochmal ein paar Meter auf meine Leidensgenossen rausholen, ohne in den roten Bereich gehen zu müssen. Das stimmte mich zuversichtlich für die letzten Kilometer in Richtung Eibenstock. Rico musste hier zum zweiten Mal und jetzt entgültig reisen lassen. Nach der letzten Talsperrenüberquerung bei Eibenstock wurde das Tempo etwas ruhiger, denn es ging jetzt geradewegs in Richtung Zielanstieg. Hier lies ich Jan artig von vorn fahren um auf den richtigen Augenblick für eine Attacke zu warten. Jens war wohl vollends zufrieden mit seinem Podesplatz und lies uns ziehen. Kurz bevor es hinaus auf`s freie Feld ging konnte ich dann auch Jan ohne große Gegenwehr passieren und schnell ca. 10 Sekunden Polster herausfahren. Er blieb zwar in Sichtweite, aber ich verwaltete den Abstand bis zur Einfahrt in das Eibenstocker Sportstadion ganz gut, sodass ich hier ungefährdet in unter 1:41 h einen klaren Gesamtsieg einfahren konnte! Es scheint ja jetzt gegen Saisonende tatsächlich nochmal ganz gut zu laufen... ;-)

Freude beim siegreichen Zieleinlauf in Eibenstock (Foto: Veranstalter DTM)



Und hier ging`s entlang beim Drei-Talsperren-Marathon:


15. September 2014

Fangopackung "Die Zweite"

Nach dem Rennen in Schöneck Mitte August vergingen einige Wochen in der uns die Natur unmissverständlich zeigte dass es jetzt langsam in Richtung Herbst geht. Zum wettkampforientierten Zeitvertreib nutzte ich Ende August gemeinsam mit den Trainingskollegen Lutz und Norman einen spaßigen Trip hinter die deutsch-tschechische Grenze zur Vejprty Tour ( Fotos von der Vejprty Tour 2014 ), um dort auf einem schnellen Wiesenkurs unseren tschechischen Mtb-Freunden mal wieder ordentlich einzuheizen. Dies gelang Lutz und mir mit den Plätzen Drei und Zwei in der Gesamtwertung dann auch recht gut...

Leider besserte sich das Wetter im September nicht wirklich, sodass es pünktlich drei Tage vor dem diesjährigen 14. Greifenstein Bike Marathon mit Regnen begann, und es hielt tatsächlich bis zum Rennen am gestrigen Sonntag nicht wieder auf. Entsprechend aufgeweicht präsentierte sich der Forst rund um die Greifensteine. Mit leicht reduziertem Luftdruck in den Contipneus und ausreichend Sonne im Herzen gesellte ich mich dann trotzdem an den Start der Mittelstrecke über 60 Km. Nach der kurzen Einführungsrunde über des Geyerische Stadtzentrum ging es wieder hinauf zum Badgelände und schon hier konnte ich mich mit Jan Bretschneider, Udo Müller, Rico Leistner und einem mir unbekannten tschechischen Mitstreiter in der vorderesten Reihe platzieren. In den ersten Singletrail bog ich als Führender ein und musste hier zunächst meine Bremspunkte und das Gefühl für die schlammige Piste finden. Einige Kurven dauerte es bis die Performance passte und wenige Kilometer später waren nur noch die eben genannten fünf Fahrer vorn beisammen. An der Auffahrt den den Greifensteinen forcierte Rico spontan das Tempo, sodass Jan und Udo abreisen lassen mussten. Im Anschluss fuhr ich die längere (sehr ausgewaschene) Abfahrt nach den Greifensteinen wieder von vorn und hatte unten einige Sekunden Polster herausgefahren, sodass ich mich erstmal ordentlich verpflegen konnte ehe Jan und Udo wieder von hinten aufschlossen. Rico hatte mit seiner Reifenwahl heute wohl voll daneben gegriffen und verlor in den Abfahrten enorm an Zeit. In geselliger Runde absolvierten wir zu Dritt erstmal die folgenden Kilometer, ehe es mir Ende der ersten Schleife etwas zu ruhig wurde. In einem verwurzelten Abschnitt zog ich etwas an und fuhr einfach mein Tempo weiter. Jan und Udo blieben zwar auf Schlagdistanz, schienen aber erstaunlich unter Zugzwang zu geraten. Die Downhills liefen jetzt auch flüssiger und auf einem Flachstück nahe der Schanzenanlage lies ich kurz einige Tritte aus, um Udo nochmal aufschließen zu lassen. Jan hatte zu dieser Zeit sichtlich Probleme und musste kurz darauf vollends reisen lassen. Mit Udo ging es also nochmal hinauf zu den Greifensteinen, wobei ich nach der Abfahrt wieder ein größeres Loch rausgefahren hatte. Im sich anschließenden Steilstück und dem darauffolgenden Anstieg konnte ich mich ungewollte wieder absetzen, sodass ich jetzt entgültig die Flucht nach vorn antrat. Als ich auf die finalen 15 Kilometer einbog war Udo schon nicht mehr zu sehen und auch auf den langen Schottergeraden in der Nähe des Fernsehturms war ich allein auf weiter Flur. Kurz zuvor bekam ich noch Gesellschaft von Sebastian und Guido, die beide auf der Langstrecke um den dritten Platz kämpften, aber schon sichtlich angeschlagen durch den Wald fuhren. In den Anstiegen machte ich trotzdem weiter Druck um für einen etwaigen Defekt noch ein kleines Polster zu haben. Doch Alles lief glatt und ich kam ohne Probleme nach gut 2:36 h mit ca. zwei Minuten Vorsprung auf Udo völlig verschlammt als Gesamtsieger der Mitteldistanz im Ziel an. Die Beine waren richtig gut und auch die Strecke hat trotz der schlechten Witterung richtig Spaß gemacht - Daumen hoch!

Allein auf weiter Flur beim GBM in Geyer (Foto: RSV Erzgebirge e.V.)
 
Hier noch die Streckendaten von dem Rennen in Geyer: 


18. August 2014

Schnell - Schlammig - Schöneck...

Mit herbstlichen 10 Grad Aussentemperatur, Nieselregen und dicken Nebelschwaden begrüßte der Vogtland Bike Marathon auf dem Balkon des Vogtlandes in Schöneck gestern seine zahlreich erschienen Pedalritter zur Startzeit um 10 Uhr am IFA Ferienpark.

Ich war also froh über meine Entscheidung "lediglich" eine Runde über 35 verschlammte Kilometer und die Contipneus zu nehmen. Nach einer kühlen, da noch neutralisierten Einführungsrunde bis zum tiefsten Punkt der Strecke (ganz unten am Schönecker Skihang), wurde das Rennen freigegeben und zunächst formierte sich auf dem Weg hinauf zum Ferienhotel eine große Führungsgruppe. Das Tempo war bis dahin moderat, sodass zahlreiche Fahrer vorn zusammen blieben. Nach den folgenden flachen Kilometern zog ich zunächst im ersten schlammigen Wiesenabschnitt das Tempo etwas an, sodass sich die Gruppe schön entzerrte. Natürlich rollte Alles wieder zusammen, aber meine Beine fühlten sich schonmal ganz brauchbar an... Auf den anschließenden Kilometern des ersten Streckenteils rund um die Talsperre Muldenberg war das Rennen ziemlich hektisch. Im letzten verwurzelten Singletrailabschnitt zurück in Richtung IFA-Hotel formierte sich dann endlich eine überschaubare Spitzengruppe mit weniger als 10 Fahrern. Durch ausreichend Streckenkenntnis konnte ich des Öfteren wertvolle Körner sparen und trotzdem gemeinsam mit einem momentan überaus starken Markus Werner (Vogtland Bike) das Tempo gestalten. In der Auffahrt am Skihang nahe der Ortschaft Werda setzten wir Beide uns gemeinsam mit Toni Rudolph (Scott Mio) dann endlich entscheidend von unseren übrigen Begleitern ab. Doch die nächsten ansteigenden Kilometer (nach einer schlammigen Zwischenabfahrt) mussten wir nochmal durchziehen, um den Vorsprung ausbauen zu können. Toni fiel kurz darauf, in einem Steilanstieg mitten im Wald, auch noch zurück. Markus konnte in dieser Passage sensationell bis ganz oben durchfahren, wohingegen ich mir im Laufschritt nur einigen Sekunden Rückstand einhandelte. Von da an gingen wir als Duett auf die letzten Rennkilometer in Richtung Schöneck. Markus hätte hier eindeutig noch schneller fahren können, bewies aber Anstand und blieb an meiner Seite. Ich erholte mich auch langsam wieder, sodass der Vorsprung nach hinten schnell anwuchs. Nach einer flinken  Innenstadtrundfahrt und Querung des Skihanges gingen wir Rad an Rad in den letzten steilen Schotteranstieg des Tages hinauf zum Zielgelände. Markus setzte sich schnell um gut 10 Sek ab, was mich nicht verwunderte. Meine Beine waren müde aber trotzdem noch Ok, jedoch war gegen Herrn Werner hier heute nix zu machen. Ich verwaltete also relativ entspannt (da von hinten keine Gefahr mehr drohte) meine übrigen Kräfte, schloss den Trikotreißverschluss für die Zielfotos und freute mich nach gut 1,5 h Renndauer völlig verdreckt über meinen Zweiten Gesamtrang und damit den Sieg in der Herrenklasse! Die anschließende Kartoffelsuppe und das leckere Hefeweizen vor der ertragreichen Siegerehrung schmeckten in netter Gesellschaft dann auch vorzüglich. Ich bin 2015 auf jeden Fall wieder in Schöneck am Start!

Siegerehrung in Schöneck, by Thomas Weschta

12. August 2014

Schwarze EBM-Serie durchbrochen!

Nach einer (für mich alljährlichen) Wettkampfpause im Juli, ging es am 03.08. wieder in Seiffen beim traditionellen Erzgebirgs-Bike-Marathon mit dem Messer zwischen den Zähnen um die begehrten Sachpreise in Form von erzgebirgischer Holzschnitzkunst.

Auch in diesem Jahr stand ich auf der 70 Km-Strecke in der Startaufstellung und schaffte es mich während der unangenehmen Neutralisationsphase pünktlich bis zum scharfen Start mit in die vordersten Reihen zu schieben. Die Einführungsrunde absolvierte ich erstaunlich entspannt in der (noch) großen Spitzengruppe, ehe es nach dem Seiffener Grund an der Alp de Wettin und dem darauffolgenden Wiesenabschnitt endlich scharf ging. Nach den ersten schlammigen Singletrails im Wald drehte ich mich am Hinterrad von Hannes Genze (Vaude Centurion) das erste Mal um und freute mich dass die Favoritengruppe erstaunlich schnell geschrumpft war. Gut 10 Fahrer zählte sie noch und so rollten wir weiter durch die welligen Seiffener Wälder. Sebastian Stark (Tbr Werner) verloren wir noch nach einigen Kilometern durch Reifenschaden, sonst passierte nix Besonderes.... Mit Tom Ettlich (Scott Genius) und Sebastian Golz (Focus Rapiro) waren lediglich zwei Starter meine Strekenlänge dabei, sodass die Fahrt in Richtung Podest weitergehen konnte. Am Asphaltanstieg nach der "Steilabfahrt", in der ich leider hinter einem Abfahrtskünstler der Kurzstrecke wertvolle Sekunden verlor, konnte ich das Loch zu Teamkollege Peter und Herrn Genze nochmal zudrücken, musste mir dann aber eingestehen dass ich das Tempo hier jetzt nicht weiter mitgehen sollte. Tom enteilte auch noch, sodass ich mit den Fahrern Golz, Galle und zwei weiteren Kurzdistanzlern zurückblieb. Die Gruppe lief trotzdem gut und nach der Rundendurchfahrt ging`s gemeinsam mit Rapiro-Racer auf die zweite Schleife.

Im dunklen Seiffener Wald (http://www.sportograf.com)
Ca. bei Km 55 musste ich Sebastian aber ziehen lassen und kurz darauf passierte mich (wie ich es schon ahnte) auch noch Matthias Reinfried. Mit ihm hatte ich mir schon beim Malevil Cup ein feines Rennen geliefert - und damals auch den Kürzeren gezogen ;-). Nach der letzten Stärkung im Seiffener Grund fand ich trotzdem ein gutes Tempo und konnte den Abstand nach vorn & hinten konstant halten. In der letzten schnellen Schotterabfahrt hinunter zur Dorfstraße riskierte ich eigentlich nichts mehr, kassierte aber trotzdem noch einen kapitalen Plattfuß am Hinterrad. Auf der Felge eierte ich hinunter auf die Straße und konnte dort zum Glück mein Laufrad tauschen, ehe ich ohne viel Zeitverlust das dritte und letzte Mal die Alp erklomm. So sicherte ich mir einen  zufriedenstellenden 4ten Gesamtplatz bzw. Rang 2 in der Altersklasse nach 2:57 h Fahrdauer! Eine schmucke Holzspieluhr und die Bescheinigung dass die Form für die zweite Jahreshälfte anscheinend doch nochmal zurückkommt gab`s oben drauf...

22. Juni 2014

Fremdgehen in der Nachbarschaft...

In den letzten Wochen war ich des Öfteren im geliebten Nachbarland, der Tschechischen Republik, bei verschiedenen MTB-Marathonrennen am Start. Dabei konnte ich beim Perštejnské Giro, dem Extrém Bike Most und zuletzt beim Malevil Cup allerfeinste Singletrails unter die Conti-Pneus nehmen. Die Veranstalter hinter der Grenze verstehen es eben waschechte Mtb-Kurse abzustecken und die Begeisterung der tschechischen Bevölkerung tut dabei sein Übriges! Nicht umsonst gilt die Tschechei darum als eine der führenden MTB-Nationen!

Bild: M. Soukup

Ein paar Worte zu meinen Starts bei den eben angesprochenen Rennen folgen hier in Kürze...

4. Mai 2014

Erster Sieg in der Tasche!

Nach einem durchschnittlichen Resultat (trotz subjektiv ganz akzeptabler Beine) beim Kellerwald-Bikemarathon Mitte April lief heute in Thüringen beim 9.Halden Bike Marathon in Löbichau ALLES glatt: Gesamtsieg bei ansprechender Konkurrenz auf der Mitteldistanz über 54 Km vor Sebastian Stark (TBR-Werner) & David Seidel (Biehler K1)!

Eigentlich ist das Rennen schnell erzählt... Nach der Einführungsrunde übernahm zunächst (wie ich es auch erwartete) Sebastian das Zepter und führte das Feld in`s Gelände. An seinem Hinterrad fühlte ich mich erstmal ganz wohl hatte jederzeit ausreichend Überblick über das Renngeschehen. Eine geänderte Streckenführung inkl. neuem Singletrail brachte Sebastian (und mich um Haaresbreite auch) kurz aus dem Konzept und so war ich spontan Führender der wilden Meute. Ich machte das Beste daraus und kurbelte beherzt weiter. Am Ende der ersten längeren Feldpassage hatte ich versehentlicherweise schon ein kleines Loch auf meine Verfolger gerissen... Die Kampfgruppe schloss aber schnell auf sodass wir erstmal gemeinsam mit knapp 10 Fahrern den lauschigen Ort Wildenbörten durchquerten, um anschließend wieder hinaus in die windige Altenburger Felder- und Wiesenlandschaft zu stechen. An jeder kleinen Welle hatten bereits einige unserer Begleiter stark zu kämpfen und so entschlossen Sebastian und ich (nach einer kurzen taktischen Lagebesprechung) an einem folgenden holprigen Feldanstieg unser Glück in der Flucht zu suchen. Das ganze Projekt verlief auch wie geplant und so setzten wir uns schnell ab. Auf den nächsten flachen Kilometern in Richtung Halde bauten wir unseren Vorsprung auf rund eine Minute aus. Wir harmonierten einwandfrei und fuhren rasch aus der Sichtweite unserer Verfolger, sodass wir Mitte der zweiten Schleife etwas Tempo rausnehmen konnten. Sebastian hielt hier gut mit, wenn man bedenkt dass er bereits die Ronda Grande beim Bike Festival am Gardasee (einen Tag zuvor) inkl. stressiger Rückreise in den Beinen hatte. Die zweite Überfahrt der Halde war dann auch schnell absolviert und schon ging es gemeinsam in Richtung Zielort Löbichau. Ich fuhr die letzten abfallenden Meter hinunter zum Förderturm (ohne viel Druck auf dem Pedal) großzügig von vorn und Sebastian lauerte an meinem Hinterrad. In dieser Reihenfolge bogen wir dann auch auf die Zufahrt zum Sportplatz ein und ich war von da an fest entschlossen mir heute mal nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Sebastian, wohl doch noch etwas angezählt vom Gardasee-Einsatz, zeigte nur wenig Gegenwehr und damit konnte ich mit einigen Metern Vorsprung den Dorfplatz in Löbichau als Sieger der Mittelstrecke erreichen. David Seidel komplettierte dann einige Minuten später das Podest. Besser konnte es für mich eigentlich nicht laufen und ich bin jetzt umso zuversichtlicher was die kommenden Einsätze in Schotten und Markersbach angeht. Bis dahin...

Gesamtsiegerehrung über 54 Km (04.05.2014)